Infrastruktur Gewerbegebiet Nord Eppelheim in Nachbarschaft zu Heidelberger Wolfsgärten

Erfolgreiche Online-Veranstaltung der FDP-Eppelheim zum Thema Weiterentwicklung und Zukunft des Gewerbegebiet Nord von Eppelheim
Organisator Dr. Peter Schib vom Stadtverband freute sich über die 15 Teilnehmer und begrüßte als besondere Gäste den Landtagskandidat Holger Höfs, den Eppelheimer Stadtrat Peter Bopp, den Eppelheimer Kreisverbandvorsitzender der Julis Linus Kretschmer und dem FDP-Bundestagsabgeordneten Dr. Christian Jung als Infrastrukturexperte! Letzterer ist im Ausschuss für digitale Infrastruktur und Verkehr des Bundestags und ortskundig, weil er in Heidelberg geboren, in Neckargemünd aufgewachsen und dort 10 Jahre Gemeinderat war.
RNZ Bericht siehe Link unten am Ende des Berichts.
Klaus Mader vom Ortsverband begann, dass das Gewerbegebiet auch Ziel eines Stadtentwicklungs- und eines ausstehenden Mobilitätskonzepts der Stadt sei, aber der Ortsverband weitere Lösungsvorschläge suche und bei der Verbesserung mithelfen wolle. Es sei klar, dass das Gewerbegebiet eigentlich sehr günstig an der Autobahn liege, aber noch Entwicklungspotential in der örtlichen Infrastruktur habe.
Als Infrastrukturexperte nahm Dr. Jung den Ball auf und führte aus, dass der Rhein-Neckar-Kreis immer Bedarf an Gewerbeflächen in der Nähe z.B. von Autobahnen habe. Momentan sei die Anbindung in Eppelheim Nord schlecht für den Lastverkehr. Die Straßen sind viel zu schmal für den Großtransport. Er schlägt eine Anbindung über den Grenzhöfer Weg, weiter über Plankstadt zur B 535 und dann zu den Autobahnen nach Frankfurt und Basel vor. Dadurch würde der Kern von Eppelheim ausgespart werden. Die genannten Straßen müssten natürlich vergrößert werden. Dann sei eine eine Verdichtung des Gewerbegebietes möglich.
Eine bessere Anbindung wäre durch einen Grundstückstausch mit Heidelberg, ein Stück Nord von Heidelberg gegen ein Stück Süd von Eppelheim, auch möglich, erklärte Herr Niehus, Mitglied im Bürgerbegleitkreis Eppelheim. Dann könnte dort eine Zufahrt vom Pfaffengrund geschaffen werden.
Die Eppelheimer Flächen auf der anderen Seite der Autobahn im Süden könnte noch interessant werden, so Jung, falls Heidelberg den verlassenen amerikanischen Flugplatz im Pfaffengrund entwickelt. Stadtrat Bopp warf ein, dass diese Flächen aus Klimaschutzgründen nicht bebaut werden sollen, wegen der besseren Luftzirkulation.
Dr.Jung wies auch auf die großen Heidelberger Flächen des Patrick-Henry-Village südlich von Eppelheim hin, was eventuell für Gewerbe genutzt werden soll. Das dortige Erstaufnahmezentrum für Flüchtlinge soll möglicherweise in die Wolfsgärten bei Wieblingen verlegt werden. Dies hält Dr. Jung für falsch. Es würde dort ein Getto entstehen mit Sicherheitsproblemen. Eine Bürgerinitiative kämpft gegen diesen Standort für Flüchtlinge warf Herr Niehus ein.
Höfs stimmte Ausführungen von Dr Jung zu und ergänzte hin, dass die Baulücken meist privat sind und man schlecht darüber verfügen könne. Trotzdem würden mehr Gewerbetreibende Eppelheim guttun, da dies auch mehr Gewerbesteuer bedeute. Auch sprach er sich für eine Vorort Begehung im Gewerbegebiet aus.
Höfs führte aus dass er sich als Landtagskandidat auch für eine unbedingt notwendige bessere Anbindung einsetzen wolle und ergänzte, dass Entwicklungsstätten von klimafreundlich hergestellten Wasserstoff in Eppelheim gefördert werden könnten, da dieser sei sehr wichtig für die Herstellung von synthetischen Kraftstoffen sei, um alte Verbrennungsmotoren CO2 neutral weiter zu nutzen. Dem pflichtete Kretschmer bei und betonte, dass die Wasser- und Kraftstoffentwicklung ein wichtiger Programmpunkt der FDP sei.
siehe auch Bericht der RNZ: